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Tipps für eine angenehme Wohnmobilreise in Frankreich

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Frankreich ist nicht nur bei klassischen Touristen beliebt. Auch Wohnmobilbesitzer kommen hier voll auf ihre Kosten.
Mit dem Wohnmobil in Frankreich

Jedes Jahr besuchen mehr als 80 Millionen Menschen Frankreich. Einige Touristen reisen mit dem Flugzeug oder der Bahn an, andere mit dem Wohnmobil. Die Deutschen gehören zu den größten Wohnmobilfans der Erde. Laut dem Caravaning Industrie Verband gibt es eine Million Reisemobile und Wohnwagen in Deutschland (Stand: Januar 2016). Da diese Fahrzeuge immer luxuriöser werden, fahren ihre Besitzer auch längere Strecken ab – gerne auch Mal vom Norden Deutschlands bis in den Süden Frankreichs. Was es dabei zu beachten gibt, erfahren Touristen im Anschluss.

Das passende Wohnmobil für die Frankreichreise

Die deutsche Caravan-Industrie hat in den letzten Jahren bemerkenswerte Fahrzeuge produziert, in denen man auf dem Weg durch die Welt nichts vermisst. Mit Längen von zehn Metern und einem Gewicht von über zehn Tonnen sind die luxuriösen Fahrzeuge aber auch alles andere als billig: Ihr Preise bewegen sich im sechsstelligen Bereich.

Doch ein so teures Wohnmobil braucht man für eine Fahrt durch Frankreich nicht unbedingt. Denn die Franzosen besitzen exzellent ausgestattete Campingplätze, die ein etwas schwächer ausgestattetes Wohnmobil ausgleichen. Ohnehin: Die meisten Wohnmobilfans können auf Luxus verzichten. Sie lieben das Reisen auf engem Raum und die Möglichkeit, an jedem Ort zu übernachten.

Was aber zahlt man für einen fahrbaren Untersatz, in dem man auch wohnen kann? Laut der Wohnmobil-Galerie (Webseite: www.wohnmobil-galerie.de), dem deutschen Experten für gebrauchte Wohnmobile, beginnen die Preise im niedrigen fünfstelligen Bereich; Wohnwagen gibt es sogar für unter 10.000 Euro. Wie viel man investieren muss, hängt von der gewünschten Ausstattung und den persönlichen Wünschen ab.

Die Reise von Deutschland nach Frankreich planen

Frankreich ist das am meisten besuchte Land der Welt. Insbesondere im Sommer ist nicht nur mit einem großen Ansturm an Touristen zu rechnen, auch die Bevölkerung bewegt sich in zwei Richtungen: nach Westen und Süden – Sommerzeit ist eben Badezeit. Das sollten Urlauber bedenken, wenn sie nach Frankreich reisen wollen.

Ist die Reisezeit geklärt, sollte man seine Route zum Zielort planen. Letzterer bestimmt wiederum, wie lange die Reise dauert und wie viele Zwischenstopps man einlegt.

Bei der Reiseplanung sollte man eines nicht vergessen: die Kosten für Sprit und Maut. Die meisten Autobahnen, aber auch einige Tunnel, Brücken sowie Schnellstraßen sind gebührenpflichtig. Um die Kosten zu reduzieren, kann man einige mautfreie Strecken abfahren:

  • A4 (Paris – Straßburg) ist zwischen Brumath-Nord und Place de Haguenau mautfrei
  • von Clermont-Ferrand bis Montpellier gibt es einige mautfreie Teile
  • von Nancy bis Dombasle-sur-Meurthe (A33) und Freyming-Merlebach bis Saarbrücken (A320) spart man sich die Maut

Für eine gute Finanzplanung empfehlen wir unser PDF mit den Preisen für Mautgebühren in ganz Frankreich..

Die Kunst des Slow-Travels

Sobald das Wohnmobil startklar und die Reiseroute geplant ist, kann der Urlaub beginnen. An dieser Stelle möchten wir allen Touristen die Kunst des Slow-Travels empfehlen, da sie sich für diese Reiseart anbietet.

Nachdem Menschen von Slow-Food verwöhnt wurden, kommt nun ein neuer Trend: Slow-Travel. Der Autor Dan Kieran erklärt in seinem Buch Slow Travel: Die Kunst des Reisens, wie erholend das langsame Reisen sein kann. In einem Milchwagen rollte er über Großbritanniens Straßen und lernte, das Land neu zu entdecken.

Doch der Journalist und Autor entdeckte dabei nicht nur sein Heimatland, sondern auch sich selbst. Das langsame Reisen empfiehlt er aus dem Grund, weil er es für eine Notwendigkeit hält, Veränderungen mitzuerleben, die ein großes Land wie Frankreich prägen.

Natürlich kennt auch Slow-Travel seine Grenzen, da nicht jeder Mensch sechs Monate in einem Wohnwagen in Frankreich verbringen kann. Deshalb müssen Urlauber ihre Reiseroute an ihren Zeitplan anpassen. Wer nur ein bis zwei Wochen Urlaub hat, der reist zum Beispiel nur an die französische Nordküste und fährt dann zurück nach Deutschland.

Frankreich von einer nicht touristischen Seite erleben

Wer die Kunst des Slow-Travels probieren möchte, der sollte sich vielleicht auch die Fahrt zu klassischen Touristenhochburgen ersparen. Viele der klassischen Attraktionen Frankreichs sind sehenswert, keine Frage. Möchte man das Land aber nicht von seiner natürlichen Seite entdecken?

Wie wäre es zum Beispiel mit einem langen Aufenthalt in Pays de la Loire, einer der größten Regionen des Landes, wo man keinesfalls nur Wassersportarten nachgehen kann. Hier finden Wohnmobilreisende das Dorf Montsoreau, wo lediglich 450 Seelen wohnen. Wer einige Wochen hier verbringt, kann nicht nur das Schloss, das Alexandre Dumas inspirierte, seinen Roman La Dame de Montsoreau zu schreiben, besuchen. Stattdessen lässt man das Wohnmobil einige Zeit stehen, leiht sich ein Fahrrad aus und erkundet die Region zur Abwechslung Mal auf zwei Rädern. Auf seiner Reise kann man sich von guten Weißweinen verwöhnen lassen, für die die Region Loire bekannt ist.

Frankreich bietet definitiv zahlreiche Möglichkeiten für eine unvergessliche Wohnmobilreise. Wer dazu noch das Land langsam erkundet und Ausschau nach besonderen Sehenswürdigkeiten abseits der Touristenpunkte hält, wird positiv überrascht sein.