Reisen in Frankreich

Muss man für den Frankreichurlaub Französisch können?

Sprachhürden im Frankreich Urlaub. Muss man für den Urlaub in Frankreich französisch sprechen können?

Vive la France! Die Grande Nation ist ein hervorragendes Urlaubsziel für alle Interessen und Vorlieben. Von Großstadtflair bis hin zu provinzialer Gemächlichkeit hat unser Nachbar einiges zu bieten. Die weltberühmte Großstadt Paris, die Stadt der Liebe, konnte im Jahr 2017 über 33 Millionen Touristen anlocken. Eiffelturm, Champs Elysees, Triumphbogen und nicht zu vergessen die Mona Lisa, sind wahre Touristenmagneten und aus Paris nicht mehr wegzudenken. Aber auch die Provence mit ihren bekannten Lavendelfeldern lassen sich viele Touristen nicht entgehen. Auch der gute Wein spielt nicht selten eine Rolle. Und dennoch scheuen sich viele vor einem Urlaub in Frankreich.

Paris bei Nacht

Quellle: https://pixabay.com/de/paris-frankreich-eiffelturm-nacht-1836415/

Immer diese Sprachhürden…

Der Deutsche macht gerne dort Urlaub, wo er sich verständigen kann. Schweiz, Österreich und Südtirol sind Beispiele für Urlaubsländer, in denen wir in der Regel gut klarkommen. Darüber hinaus haben sich viele Urlaubsorte auf die deutschen Touristen eingestellt. Hotels im Mittelmeerraum und gut besuchte Hotels haben oft deutschsprachiges Personal. Die Kommunikation läuft hier mehr oder weniger problemlos ab. Aber Frankreich gilt, was die sprachliche Vielfalt angeht, eher als Einöde. Stur und unbelehrbar sprechen die Franzosen immer nur ihre eigene Sprache. Von vielen wird diese Einstellung fast schon als ignorant angesehen.

Französisch war dabei einst einmal eine Weltsprache und die Sprache der gehobenen Klasse. Wer etwas von sich hielt, sprach auf Französisch. Selbst russische Zaren lernten Französisch sowie die meisten adeligen in Europa. Mit der Kolonialisierung kam die französische Sprache auch in den Rest der Welt, wo teilweise auch heute noch auf Französisch gesprochen wird. Warum sollten Franzosen also noch eine andere Sprache sprechen? Der Stolz auf die eigene Sprache ist durchaus spürbar und Frankreich ist sicherlich nicht das einzige Land, das gerne in eigener Sprache korrespondiert. Aber sind Franzosen wirklich so schlecht im Sprechen von Fremdsprachen?

Frankreich, kein Fremdsprachenland

Gerne wird auf die Franzosen geschimpft, sie würden keine Fremdsprachen lernen wollen. Doch das stimmt so nicht. Sind Amerikaner und Briten bekannt für ihre profunden Fremdsprachenkenntnisse? Wohl kaum. Und wenn Sie glauben, die Franzosen tun sich schwer mit Fremdsprachen, dann fahren Sie mal nach Japan. Franzosen besitzen durchaus Fremdsprachenkenntnisse. Vor allem die jüngeren Generationen können recht gut Englisch sprechen. In Lothringen und im Elsass beherrschen viele auch die deutsche Sprache. Das große Problem besteht in der Aussprache der Franzosen. Die Sprache Frankreichs ist sehr komplex und einzigartig. Franzosen versuchen Wörter französisch auszusprechen und ihr Akzent lässt es gerne mal zu einer neuen Sprache werden. Briten und Deutsche sind da aber auch nicht wirklich besser.

Warum es sinnvoll sein kann Französisch zu lernen

Französisch zu lernen kann einige Vorteile mit sich bringen. Denn Französisch wird nicht nur in Frankreich gesprochen. Auch Teile der Schweiz sind französischsprachig, daher auch der Name französische Schweiz. Darüber hinaus ist Französisch im südlichen Teil Belgiens verbreitet, aber auch in ehemaligen Kolonien und in Überseegebieten, wie französisch Guinea oder Reunion. Vergessen sollte man auch nicht Kanada, wo vornehmlich in Quebec noch heute französisch als Amtssprache am Leben gehalten wird. Auf Superprof können Sie nach Französischunterricht Ausschau halten und in Ihrer Nähe einen Lehrer finden. 

Superproof

Als besonders effektiv hat sich hierbei der Privatunterricht gezeigt. Auch den können Sie auf Superprof vermittelt bekommen. Neben dem klassischen Fremdsprachenunterricht zu Hause gibt es dank des Internets auch die Möglichkeit des Online-Sprachunterrichts per Webcam mit professionellen Privatlehrern und Muttersprachlern aus der ganzen Welt. Beide Möglichkeiten können mit den passenden Lernmitteln und der richtigen Motivation zu schnellen Erfolgen beim Französisch Lernen führen.

Urlaub am Limit – Reisen ohne Sprachkenntnisse

Trotz Sprachbarrieren wagen sich viele Touristen dennoch in fremde Länder, etwa in Fernost oder Südamerika. Aber auch Frankreich kann schnell zum Abenteuerurlaub werden, wenn man keine Sprachkenntnisse hat. Oder etwa nicht? Tatsächlich kommt man in Frankreich ganz gut zurecht, auch ohne Französischkenntnisse. Das liegt an der großen Hilfsbereitschaft der Franzosen. Man versucht sich eben mit den Mitteln zu verständigen, die man hat, ob nun Gesten oder Papier. Ratsam kann es dennoch sein, sich einen Sprachführer mitzunehmen und wichtige Adressen oder Phrasen aufzuschreiben. So kann man in der Not einfacher ans Ziel kommen. Je weiter man im Inland ist und je weiter weg von großen Städten, desto schwieriger kann es mit Fremdsprachenkenntnissen werden. In großen Städten kommt man mit Englisch teils noch ganz gut zurecht. In der Nähe zu Deutschland trifft man nicht selten auch auf deutschsprachige Franzosen.

Einen Urlaub in Frankreich zu machen und kein Französisch zu sprechen, das schließt sich also nicht aus. Und wer dennoch Bammel davor hat, der kann sich ja einer Tour anschließen oder mit einer Gruppe reisen. Da reicht es oft, wenn nur einer Französisch sprechen kann. Besonders Städtereisen finden mit dem Bus statt. In diesen Fällen ist es in der Regel der Busfahrer, der über die Französischkenntnisse verfügt und das Wissen über Paris, Marseille oder Straßburg hat. So eine Form des Urlaubs ist ohne Gefahren, denn in sprachliche Fettnäpfchen tritt man so eher nicht.

Sprachreisen nach Frankreich

Aus der Schule kennt man das, die guten alten Sprachreisen. Englischklassen nach England und Französischklassen nach Frankreich. Solche Sprachreisen haben nicht nur gute Freundschaften hervorgebracht, sondern auch Sprachkenntnisse verbessert. Auch wenn die Schulzeit schon längst vorbei ist, Sprachreisen kann man auch im Erwachsenenalter noch machen, ob in Gruppen oder Einzeln ist dabei optional. So kann man Bekanntschaften schmieden und die Sprache lernen und vor allem Anwenden. Denn das ist der eigentliche Schlüssel zum Erfolg. Wer Sprache nur auf dem Zettel lernt und im Unterricht anwendet, der wird nie die eigentliche Fülle der Sprache erfahren. Eine Reise in das entsprechende Land kann darüber hinaus auch kulturell und kulinarisch bereichernd sein, besonders wenn das Zielland Frankreich heißt.

Sprachreisen können vom Sprachunterricht aus organisiert werden oder auch über Reiseplattformen gebucht werden. Es gibt auch spezielle Foren und Communities in denen zunächst Kontakte geknüpft werden und dann Reiseplanungen entstehen. Die Möglichkeiten sind also sehr vielfältig, wenn man eine Reise planen und die eigenen Französischkenntnisse aufpolieren möchte.