Midi-Pyrénées

Toulouse - Der Blick durch die rosa Brille

Rote Ziegelsteine, die in der Sonne funkeln, schmale mittelalterliche Sträßchen und ein Haufen Hotels aus dem 16. Jh.: das ist Toulouse.

Rote Ziegelsteine, die in der Sonne funkeln, schmale mittelalterliche Sträßchen und ein Haufen Hotels aus dem 16. Jh.: das ist Toulouse. Sie werden von der Dynamik und der Herzlichkeit der Hauptstadt der Region Midi-Pyrénées –dieser Universitätsstadt, die im Bereich der Technologie und der Luft-und Raumfahrt an der Spitze steht- erstaunt sein.

Man läßt sich ganz leicht von dem Charme der kleinen Innenhöfe, der römischen und gotischen Kirchen, der Ausflüge auf dem Kanal von Brienne und von den warmen Abenden verzaubern.

Nachdem Toulouse in der Hand der Römer war, wurde sie im 5. Jh. zur Hauptstadt der Westgoten ernannt und später von den Franken erobert. Nachdem sie vom 9. bis 12. Jh. unter der Schutzherrschaft der Grafen stand, wurde sie dann zur Hauptstadt des Grafen von Toulouse ernannt.

Nach der Niederlage der Katharen wurde sie 1271 wieder in das Königreich Frankreich eingegliedert. Ab 1460 erlebte Toulouse, dank des Handels mit Waid, einer Pflanze aus der Gattung der Kreuzblütler, die eine blaue Farbe abgibt, ein ganzes Jahrhundert lang so etwas wie ein goldenes Zeitalter. Der reichgewordene Bürgerstand ließ in der Stadtmitte schöne herrschaftliche Stadthäuser bauen.

Bummeln Sie in den Geschäftsvierteln oder in der Straße „Rue de la Dalbade“, um die kleinen Höfe, die Portale, die Türmchen und die Terrassen dieser Stadthäuser, die im gotischen Stil und im Stil der Renaissance gebaut worden sind, zu bewundern. Versäumen Sie es nicht, das Herzstück von Toulouse zu besuchen, und zwar den Place Wilson (benannt nach dem amerikanischen US-Präsidenten Thomas Wilson (1912), auf dem sich das Kapitol befindet, das heutige Rathaus, dessen Fassade aus dem Jahr 1750 stammt.

Wenn man die Straße von Taur entlanggeht, wo sich Bouquinisten an Buchhandlungen reihen, dann gehen Sie direkt auf die beeindruckende Basilika Saint-Sernin zu. Diese Basilika ist ein wahrhaftiges Juwel römischer Kunst. Faszinierend ist auch das Museum Saint-Raymond, das Relikten aus der Vorgeschichte bis ins Jahr 1000 gewidmet ist und das Augustinermuseum, in dem Jahrhunderte historischer Veränderungen malerisch darstellt werden.

Religiöses Erbe

Um die Einwohner von Toulouse zu bekehren, haben die Katholiken viele Kirchen bauen lassen (die Kathedrale Saint-Etienne, die Kirche Saint-Nicolas, die Jakobinerkirche...) . Es gab auch zahlreiche Altersheime für arme Leute, Kloster und Colleges, die den Pilgern auf ihrer Reise nach Compostelle Unterkunft gewährten.

Abendspaziergänge

Sie sollten in den Ecken faulenzen, die bei Einbruch der Dunkelheit zu Leben erwachen und im Süden der Rue de Metz, in dem Viertel Saint-Aubin oder in dem berühmten Viertel Arnaud-Bernard abends spazieren gehen, und zwar einfach nur, um die Luft der Stadt einzuatmen.

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