Paris Reiseführer

Paris Reiseführer

In 13 ausgewählten Spaziergängen präsentiert das Buch neben dem klassischen Sightseeing-Programm mit Eiffelturm auch die modernen Seiten...


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Religiöse Bauten in Paris

Paris ist mit Kirchen, Kapellen und anderen religiösen Bauten übersät. Einige, denen man auf den Streifzügen durch Paris begegnet, stellen wir vor
Blick von der Kathedrale Notre-Dame

Die Kathedrale Notre-Dame

Notre Dame wurde zwischen 1163 und 1330 erbaut und im 18. Jahrhundert aufgrund vieler Beschädigungen während der Französischen Revolution restauriert. Die durch einen Roman von Victor Hugo berühmt gewordenen Kathedrale ist reich verziert und stellt ein schönes Beispiel gotischen Baustils dar. Die Kirche hat in der Geschichte Frankreichs oft eine besondere Rolle gespielt; z.B.: 1430 Krönung Heinrichs VI., 1804 setzt sich Napoleon hier selbst die Kaiserkrone auf, 1944 feiert de Gaulle die Befreiung von Paris. Sehr lohnend wegen des Blicks auf das Quartier Latin ist die Besteigung der Türme, die durch eine offene Galerie miteinander verbunden sind. Auf dem Kirchplatz können Sie die archäologische Krypta besichtigen, die einige Spuren der Entwicklung der Kathedrale erkennen lässt.

Notre Dame befindet sich im Zentrum der Ile de la Cité, auf der sich auch der gewaltige Gebäudekomplex des Palais de Justice, die gotische Sainte-Chapelle, die Conciergerie (ehemals königliche Residenz, später berüchtigtes Staatsgefängnis) und andere sehenswürdige Bauwerke befinden.

Über eine Brücke gelangt man zur Ile Saint-Louis. Auf dieser Insel mit ihren schönen alten Häusern und Palais (Hôtels) für Adlige und wohlhabende Bürger lebten und leben viele illustre Persönlichkeiten Frankreichs, u.a. Baudelaire, Rousseau, Voltaire, Pompidou.

Tip: die autofreie Pont Saint-Louis ist an warmen Sommerabenden ein beliebter Treffpunkt von Parisern und Touristen. In der ersten Gaststätte (links) auf der Ile Saint-Louis kann man sich mit erfrischenden Getränken versorgen.

Hier haben wir weitere Wissenswerte Informationen über die Kathedrale Notre-Dame zusammengestellt.

Die Basilique du Sacré-Coeur

Sacré-Coeur ist ein Brennpunkt des Pariser Tourismus. Der kreuzförmige Zentralbau aus weißen Steinen, die bis weit über das Häusermeer unterhalb des Montmartre strahlen, wurde 1873 entworfen, aber erst 1910 fertiggestellt. Zusammen mit dem angefügten Chor und dem Turm wirkt diese Kuppelkirche wie eine byzantinische Fata Morgana. Vom Vorplatz mit der breiten Freitreppe hat man einen schönen Blick über ganz Paris. An warmen Tagen ist hier ebenfalls ein beliebter Treffpunkt für junge und jung gebliebene Touristen und auch einige Pariser, die sich bei einer guten Flasche Wein von Straßenmusikanten und -künstlern unterhalten lassen. Hier weiterlesen über die Sacré-Coeur.

Die Pariser Moschee (Mosqué)

Die 1926 im marokkanischen Stil erbaute Moschee ist besonders im Innern reich ausgeschmückt: kunstvoll geschnitzte Türen, kostbare Teppiche, die gebetsnische (Mihrab), die Kanzel für die Freitagspredigt (Mimbar) und die schöne Kuppel hinterlassen beim Besucher einen tiefen Eindruck. Die religiösen Gebräuche gebieten, dass man beim Betreten des Raums, die Schuhe auszieht. Höfe und Gärten im spanisch-maurischen Stil runden das Bild ab.

Die Moschee ist vormittags und nachmittags für Besucher geöffnet und befindet sich an der Place du Puits-de-l'Ermite (Metro Monge).

Die Sainte-Chapelle

Die Sainte-Chapelle auf der Ile de la Cité ist eine im 13. Jahrhundert vom heiligen Ludwig erbaute gotische Palastkapelle. Sie besticht durch ihre bauliche Eleganz und ihre farbigen Fenster, die bis weit hinunter zum Boden reichen und in tausenden Szenen die Geschichte des Alten Testaments und das Leben Jesu nacherzählen. Ursprünglich diente dieses architektonische Wunderwerk als Aufbewahrungsort von Reliquien (Dornenkrone und Splitter vom Kreuz Christi), die heute teilweise zu den Kirchenschätzen der Notre Dame gehören.

Die Sainte Chapelle stellt mit Notre Dame und der Conciergerie die letzten Zeugnisse des Mittelalters auf der Ile de la Cité dar.

Sainte-Marie-Madeleine

Der Grundstein der im allgemeinen nur als "Madeleine" bezeichneten pompösen, im klassizistischen Stil errichteten Kirche wurde 1763 unter Ludwig XV. gelegt. 1806 ließ Napoleon große korinthische und kleinere ionische Säulen errichten und machte aus der Madeleine einen "Tempel zum Ruhme der französischen Armee".

Das Innere ist von 3 Kuppel überwölbt. Fast blasphemisch wirkt das Fresko in der Apsis, auf der man Christus einige historische Persönlichkeiten, u.a. Napoleon, zur Seite gestellt hat. Die Kirche dient häufig als Austragungsort für Konzerte.