Loiretal

Sehenswerte Städte im Loiretal

Sehenswertes und Sehenswerte Städte im Loiretal, ideale Reiseziele mit kulturellen Angeboten der Städte Tours, Orléans, Angers, Nantes und vielem mehr

Tours

Tours ist Erzbischofssitz und Universitätsstadt. Während des gesamten Mittelalters war Tours religiöses Zentrum - der Heilige Martin war hier Bischof - und Ziel von Pilgerwallfahrten. Die gotische Kathedrale Saint-Gatien weist eine feingliedrige spätgotische Fassade mit zwei  Türmen aus Tuffstein der Region auf. Der Nord- und Südturm sind von Renaissancekuppeln gekrönt; die Buntglasfenster aus dem 13. Jahrhundert tauchen das Innere in ein mystisches Licht. Märkte, wie Blumenmarkt, Trödelmarkt und Feinschmecker-Markt beleben das Stadtbild. Cafés und Restaurants machen die Place Plumereau mit ihren wiederaufgebauten Fachwerkhäusern zu einem beliebten Treffpunkt. Im ehemaligen Bischofspalast befindet sich das Musée des Beaux Arts.

Von Tours ist es nicht weit zum Parc Mini-Châteaux (Link zu Museen), wo in einem 2 Hektar großen Park 43 Loire-Schlösser im Maßstab 1:25 nachgebildet sind. Eine andere Ausflugsmöglichkeit - auch für Kinder sehr lehrreich - ist das Aquarium de Touraine in Lussault-sur-Loire. Mit mehr als 10.000 Fischen aus heimischen und tropischen Gewässern ist es das größte Süßwasseraquarium Europas.

Orléans

Orléans ist eine der ältesten französischen Städte und untrennbar verbunden mit der Geschichte von Jeanne d'Arc, der Jungfrau von Orléans, welche die Stadt 1429 von den Engländern befreite. Im Andenken daran findet alljährlich im Mai ein großer Festreigen statt. Die Reiterstatue der Jeanne d'Arc beherrscht die Place du Martroi im Stadtzentrum. Die Rue Royale, unter Ludwig dem XV. mit Arkadenhäusern bebaut, führt zum Pont-George-V (18. Jh.). Die Rue d'Escure lohnt einen Besuch wegen der eleganten Bürgerhäuser aus dem 17. Jahrhundert. Ein Glanzlicht ist die Kathedrale Sainte-Croix, deren Ursprung ins 4. Jahrhundert reicht. Die Chorkapellen stammen aus dem 13. und 14. Jahrhundert, der Hochchor wurde im Flamboyant-Stil errichtet. Direkt daneben befindet sich das Rathaus im ehemaligen Vogtpalast. Heute ist Orléans eine lebendige Universitätsstadt (Campus-Uni) mit einladenden Einkaufsstraßen.

Südlich der Stadt beginnt die Sologne, ein unfruchtbares Heideland mit sandigem Boden. Zwischen den Kiefern- und Birkenwäldern überraschen immer wieder Teiche und kleine Seen. Gelbe Ginsterbüsche und rote Heide prägen das Bild. Die Sologne ist ein beliebtes Jagdrevier für Hase und Fasan; im Herbst wird sie zum Eldorado für Pilzsammler.

Blois

Das Schloss erlebte verschiedene Bauphasen zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert. Die von der Place Victor Hugo gut zu sehende Außenfassade besteht aus zwei Loggiageschossen. Im Ehrenhof, der nach Süden geöffnet ist, befindet sich der berühmte Treppenturm mit achteckiger Wendeltreppe und reich verzierten Balkonen. Das Gebäude spielte eine besondere Rolle in der französischen Geschichte. Als 1588 die Generalstände hier tagten, schienen die 500 Deputierten alle auf der Seite des Herzogs von Guise, dem Oberhaupt der katholischen Liga, zu sein. Heinrich III., der um seinen Thron fürchtete, ließ den Herzog von Guise und dessen Bruder im Schloss ermorden.

Der ehemalige Bischofsgarten wurde in einen Rosengarten mit mehr als 400 verschiedenen Sorten verwandelt. In der Stadt sind prächtige Bürger- und Adelshäuser (Hôtel de Guise, Hôtel de Jassaud, Hôtel Sardini; Hôtel de Condé) erhalten. Über Kopfsteinpflaster und Treppen gelangt man in malerische Innenhöfe, die teilweise für Konzerte genutzt werden. Interessant ist auch das Maison de la Magie, das alle Facetten der Zauberkunst zeigt.

Saumur

Das Schloss beherbergt das Internationale Reitermuseum, welches die Geschichte der Reitkunst im Lauf der Jahrhunderte schildert. Zwei Kirchen lohnen einen Besuch: Notre-Dame-de-Nantilly, die romanischen Ursprungs ist, und Saint-Pierre mit zwei Wandteppichzyklen. Die Besichtigung von Weinkellereien gibt Einblick in die Herstellung und Lagerung von Wein und Crémant, wobei sicher auch eine Kostprobe willkommen ist.

Angers

Das Schloss, eine mittelalterliche Festung, im 13. Jahrhundert erbaut, ist flankiert von 17 massiven bis zu 60 Meter hohen Rundtürmen. Die ehemalige Residenz der Herzöge von Anjou birgt weltberühmte flämische Wandteppiche mit Darstellungen der Apokalypse des Johannes. Außerdem sehenswert: Kathedrale Saint-Maurice, Präfektur, alte Bürgerhäuser wie das Maison d'Adam, mit seinem geschnitzten Fachwerk.

Nantes

Durch seine günstige geografische Lage an einer Flussmündung war es Angriffen von See her nicht ausgesetzt und galt als einer der sichersten Seehäfen des Königreichs. Der mit dem Überseehandel verbundene Reichtum löste städtebauliche Aktivitäten aus; reiche Kaufleute ließen sich hier nieder und errichteten Lagerhäuser.

Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten gehören die Kathedrale im Stil der Flammengotik und das Château Ducal, eine imposante Festung aus dem 15. Jahrhundert. Ideal für einen Einkaufsbummel sind die Passage Pommeraye, eine stilvolle Ladengalerie, und die Rue Crébillon. Auf der Place Royale befindet sich ein Brunnen mit Statuen, die die Loire und ihre Nebenflüsse symbolisieren. Das Musée des Beaux-Arts zählt mit seinen ca. 2000 Gemälden zu den großen Museen Frankreichs.

Rund um die Schlösser

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