Loiretal

Die Geschichte des Loiretals

Die Geschichte des Loiretals. Während des Hundertjährigen Krieges blieb die Loire französisch, hier konzentrierte sich der Widerstand gegen die Engländer

Die Geschichte Frankreichs ist eng mit dem Fluss verknüpft. Während des Hundertjährigen Krieges blieb die Loire französisch, hier konzentrierte sich der Widerstand gegen die Engländer. Ein lothringisches Bauernmädchen, Jeanne d'Arc, leitete durch die Befreiung Orléans die Wende ein. Seit Ende des 15. Jahrhunderts erlebten die Touraine und die Gegend um Blois ihre große Zeit als Lieblingsprovinzen der Könige aus dem Hause Valois.

Hier entstanden die berühmten Schlösser der Loire, meist im Stil der Renaissance. Nicht zuletzt die guten Jagdmöglichkeiten führten die Herrscher ins "Tal der Könige". Noch in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, während der Wirren der Religionskriege, fühlten sich die Könige an der Loire sicherer als in Paris. Erst unter Heinrich IV. gab der Hochadel das Loiretal als Wohnsitz zugunsten der Ile de France auf.

Mit der Erfindung des Schießpulvers verlieren die mittelalterlichen Burgen ihre Bedeutung. Sie werden in luxuriöse Residenzen umgebaut. Dabei ist ein deutlicher Einfluss der italienischen Architektur spürbar, denn Karl VII. hatte von seinen Reisen nach Neapel italienische Künstler mitgebracht. Dieser Stil überträgt sich auch auf die Gartenbaukunst, wo jetzt geometrische Rasenflächen, Buchsbaum- und Kiesornamente mit Skulpturenschmuck dominieren.

Nicht nur in den Schlössern, sondern auch in den Museen der Region, findet man die Zeugen der bewegten Vergangenheit.

Ruhige Nebenstraßen und ebene Wanderwege laden dazu ein, die Region per Fahrrad zu erkunden. Die Loire mit ihren Nebenflüssen ist auch ein Paradies für Kanuten und Kajak-Fahrer.

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