Wissenswertes rund ums Hausbootfahren
Weches ist das richtige Hausboot für mich?

Da es unterschiedliche Modelle und Einrichtungsvarianten gibt, findet jede Crew - egal ob für zwei oder zwölf Personen - das richtige Hausboot für ihre Zwecke. In der Regel sind Hausboote mit Warm- und Kaltwasser, Dusche, WC, Küche inklusive Kühlschrank und Herd, Geschirr sowie Küchengeräte und Heizung ausgestattet. Sie können wählen zwischen Doppel- oder Stockbettkabinen und oft lässt sich die Sitzbank im Salon in ein Doppelbett verwandeln.
Hausbootfahren ohne Bootsführerschein?
In Frankreich benötigen Sie laut Gesetzgebung keinen Führerschein für Boote, die kürzer als 15 Meter sind und nur bis zu 12 km pro Stunde schnell. Die Handhabung der Hausboote ist relativ einfach. Sie bekommen bei Übernahme eine Einweisung und in der Regel macht der Techniker mit Ihnen eine kurze Probefahrt.
Einwegtour oder Hin- und Rückfahrt?
Sie können Ihr Hausboot an einem Ort übernehmen und an einem anderen zurückgeben oder nach einer Rundfahrt an dem Ausgangspunkt zurückgeben. Bei den sogenannten Einwegtouren sollten Sie beachten, dass ein Zuschlag berechnet wird und dass nicht jeder Hausbootvermieter es anbietet, Ihr Auto an die Zielstation zu bringen.
Fahren, anhalten oder übernachten, aber wo?
In den Navigationskarten an Bord sind alle Wasserwege eingezeichnet. Auf Grundlage dieser Karten können Sie in jede beliebige Richtung fahren. Auch dürfen Sie in der Regel überall dort anlegen, wo Sie niemanden behindern, es sei denn, es handelt sich um Privatbesitz. An Anlegestellen im Zentrum einer Stadt oder in der Nähe von Sehenswürdigkeiten ist eine Gebühr fällig, in "freier Wildbahn" parken Sie kostenlos. Es gibt nur wenige Abschnitte, an denen Anlegen verboten ist. Diese sind jedoch stets deutlich gekennzeichnet.
Wie lange reicht eine Tankfüllung?
In der Regel kommen Sie mit einer Tankfüllung zwei bis drei Wochen aus, so dass Sie während Ihres Urlaubs nicht tanken müssen.
Die Schleusendurchfahrt
Die Durchfahrt durch Schleusen und bewegliche Brücken ist in Frankreich kostenlos. Der Schleusenvorgang ist einfach, wenn Sie langsam und vorsichtig in die Schleuse einfahren. Es gibt sowohl automatische als auch manuelle Schleusen. Bei letzteren freuen sich die Schleusenwärter über Ihre Mithilfe beim Kurbeln. In der Charente müssen Sie die Schleusen alleine passieren, da es dort keine Schleusenwärter gibt, dafür sind die Schleusen ganzjährig geöffnet. Ansonsten haben die Schleusen am Ostersonntag, Pfingstsonntag, 1. Mai, 14. Juli und 1. November geschlossen, außer in Anjou, der Bretagne, der Camargu, der Charente und der Lot.
Wer hilft bei Pannen?
Wenn Sie Probleme oder gar eine Panne mit Ihrem Hausboot haben, dann melden Sie sich bei Ihrem Hausbootvermieter. Oft können die Mechaniker telefonisch helfen, falls nicht kommt ein Mechaniker zu Ihnen. Zum Glück kommen Pannen nur sehr selten vor, da die Boote regelmäßig kontrolliert und gewartet werden.