Paris Reiseführer

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In 13 ausgewählten Spaziergängen präsentiert das Buch neben dem klassischen Sightseeing-Programm mit Eiffelturm auch die modernen Seiten...


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Geheimtipps in Paris

Mit dem Quartier Latin Viertel assoziert man das junge, intelligente Leben von Paris: Künstler, Schriftsteller und Dichter.
Geheimtipps in Paris

Das  Quartier Latin im fünften Arrondissement ist das berühmte Intellektuellen-Viertel am linken Seineufer. Mit diesem Viertel assoziert man das junge, intelligente Leben von Paris: Künstler, Schriftsteller und Dichter. Der Name Quartier Latin stammt aus dem Mittelalter, in dem die Studenten in diese Gegend kamen, um an der Sorbonne zu studieren. Da Professoren und Studenten früher nur lateinisch sprachen, wurde es Quartier Latin genannt. Heute sind die Mieten zu hoch als dass es sich Studenten leisten könnten, dort zu leben. Dafür lieben die Touristen dieses Viertel, denn es bietet pittoreske Gassen, gemütliche Cafés, schicke Restaurants und zwei Baudenkmäler aus der gallo-römischen Zeit: das Maphietheater Arènes de Lutéce und die Thermes de Cluny, die römische Badeanlage.

Arena von Lutetia / Arènes de Lutèce

Die Arena wurde im 2. Jahrhundert erbaut und gilt als ältestes noch erhaltenes Bauwerk von Paris. In ihr konnten bis zu 17.000 Personen den Gladiatoren- und Tierkämpfen sowie Theatervorstellung zuschauen. Die Arena ist quasi der Ursprung des kulturellen Lebens in Paris. Mit dem Aufkommen des Christentums zum Ende des 3. Jahrhunderts verloren die römischen Zirkusse allgemein an Bedeutung. Als im 3. und 4. Jahrhundert die Hunnen in Europa einfielen, wurde die Arena von Lutetia stillgelegt und ihre Steine für den Bau der Stadtmauern sowie anderen Befestigungsanlagen verwendet.

Die Ruinen wurden erst 1869 wiederentdeckt, als die Compagnie générale des omnibus an ihrer Stelle ein Busdepot bauen wollte. Im Juli 1883 bat Victor Hugo in einem offenen Brief an den Stadtrat, die Arena von Lutetia unter den Schutz der Stadt zu stellen. Dieser reagierte innerhalb weniger Tage und erklärte die Ruinen zum historischen Monument. 1916 wurde das Busdepot abgebrochen und das Amphitheater so weit als möglich restauriert. Heute können dort sogar die Käfige der Löwen besichtigt werden.

Die Arènes de Lutèce befindet sich in der rue Monge, Metrostation Monge.

Musée national du Moyen Âge - Thermes et Hôtel de Cluny

Die heute als Thermes de Cluny bekannten Thermen wurden um das Jahr 200 erbaut. Sie waren zu jener Zeit frei für die Öffentlichkeit zugänglich und ein Wahrzeichen des damaligen Alltags. Um das Jahr 380 wurden sie weitgehend zerstört. Lediglich das Frigidarium (Kaltwasserbad) - mit einer Länge von über 20 m einst das größtes Frigidarium in der Provinz Gallien - und das Caldarium (Wärmezimmer) sind zum großen Teil erhalten geblieben. Sie sind in das Museum Musée national du Moyen Âge (bis zum Jahr 1980: Musée de Cluny) integriert.

Im Jahre 1330 hat der Abt Jacques d’Amboise die Überreste der Thermal-Anlage erworben, um eine eigene Unterkunft bei Besuchen am königlichen Hof in Paris zu haben. In den Jahren 1485 bis 1490 wurde auf dem Grundstück der Palast Hôtel de Cluny gebaut, er ist das älteste Beispiel eines Stadthauses in Paris. Im Jahre 1842 wurde das Ensemble zum Staatsbesitz, im Jahre 1844 wurde das Musée national du Moyen Âge eröffnet.

Es beherbergt zahlreiche mittelalterliche Kunstwerke (Goldschmiedekunst, Wandteppiche, Skulpture, Gemälde, Buchmalerei), die von einem leidenschaftlichen Kunstsammler namens Alexandre du Sommerard gesammelt wurden. Die ausgestellten Werke sind ein wertvolles Zeugnis des mittelalterlichen Alltags, seiner Kunst und Aktivitäten. Eines der berühmtesten Werke des Museums ist zweifellos der Wandteppich Dame à la licorne: Sie besteht aus sechs dem Pflanzen- und Tierreich gewidmeten Teilen, von denen fünf den fünf Sinne huldigen. Im September 2000 wurde neben dem Hôtel de Cluny der Mittelalterliche Garten - le jardin médiéval - mit einer Fläche von ca. 5.000 m² angelegt.

Das Musée national du Moyen Âge liegt am place Paul Painlevé 6, Metrostation Cluny La Sorbonne.

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