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Reiseführer Normandie

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Bewegte Vergangenheit

Cherbourg

Die Stadt Cherbourg in der Normandie ist heute unter anderem durch ihren Jachthafen, ihre Flottenbasis sowie ihren Seehafen bekannt

Die Stadt Cherbourg in der Normandie ist heute unter anderem durch ihren Jachthafen, ihre Flottenbasis sowie ihren  Seehafen bekannt. Die Vergangenheit Cherbourgs stellt eine unvergleichliche Besatzungshistorie dar.

Eine umkämpfte Stadt

Das spätrömische Castrum aus dem 4. Jahrhundert wurde von den Wikingern zur Siedlung erweitert. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts entstand bereits der erste Mauerring um Schloss und Stadt. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich um 1026 nach Christus.

Die 40.000-Einwohnerstadt liegt auf einer Landzunge im Ärmelkanal. Dieser Eigenschaft ist es zuzuschreiben, dass die Stadt bereits im Hundertjährigen Krieg (1337-1453) durch mehrere Schlachten geprägt war. Sie wurde insgesamt sechs Mal von den Briten oder Franzosen neu erobert. Anno 1450 gelang es den Franzosen, die Stadt bis zum Ende des Krieges zu halten.

Unter Ludwig XIV wurden die Festungsanlagen des 14. Jahrhunderts erweitert. Kaum waren die Wehrgänge fertiggestellt, ließ Ludwig XIV sowohl die Befestigungen wie auch das Schloss selbst wieder einreißen. An dessen Stelle trat 1783 ein Kriegshafen, der in mehreren Bauphasen noch heute Rekorde schreibt. Durch die Errichtung von Deichen gilt die Reede in Cherbourgs Hafen als die Größte weltweit.

Im Juni 1940 wurde die Stadt mit dem wichtigen Nordseehafen von der deutschen Wehrmacht besetzt. Die Deutschen richteten in Cherbourg ein Marinelazarett ein und stationierten hier ihre Seenotfliegerstaffel. Im Juli 1944 gelang es den Amerikanern durch massives Bombardement, die Deutschen in die zur Festung ausgebaute Stadt zusammen zu drängen und wenig später zur Kapitulation zu zwingen..

Gedenken an die deutsche Besatzungszeit und die Befreiung durch die Alliierten finden Sie vor allem im ältesten Museum der Normandie. Auf dem Berg von Roule im "Fort du Roule" befindet sich das Museum namens "Musée de la Liberation du Cherbourg". Hier werden allerdings weder Uniformen noch Waffen ausgestellt, die Zeugnisse der Vergangenheit sind eindrucksvoll genug. Einige Soldatenfriedhöfe verschiedener Nationen erinnern zudem an die Opfer der Stadt.

Cité de la mer

Im Museum "La Cité de la mer " wird unter anderem das größte, öffentlich zugängliche Atom-U-Boot ausgestellt. Die "Redoutable" war das erste Atom-U-Boot der französischen Marine und wurde 1991 außer Dienst gestellt.

Fährverbindung nach Irland

Von Cherbourg aus gibt es eine Fährverbindung nach Irland (Fähre Cherbourg Rosslare) mit sechs Überfahrten pro Woche.

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