von Redaktion | zuletzt verändert: 11.05.2013

Lignes à grandes vitesses

Das französische TGV-Streckennetz

 

Die französischen Schnellfahrstrecken heißen Lignes à grandes vitesses (LGV) und ihr Netz hat sich seit der Eröffnung der ersten LGV 1981 sternförmig von Paris aus entwickelt.

Copyright: SNCF Médiathèque - SYLVAIN CAMBONLGV Est européenne

Diese Strecke ist insbesondere für Reisende aus Deutschland von Interesse, da sie das Verbindungsstück zwischen Paris und Stuttgart darstellt. Seitdem dieser Streckenabschnitt 2007 eingeweiht wurde, gelangt man über die Strecke Stuttgart – Karlsruhe – Straßburg in 3 Stunden und 39 Minuten nach Paris. Auch von München oder Zürich, in welche Richtungen die Strecke von den deutschen ICEs verlängert wurde, gelangt man nun schnell und bequem nach Paris.

Im selben Jahr wurde auch die Thalys-Strecke Paris – Brüssel – Aachen – Köln eröffnet. Seither verkehrt der Thalys mehrmals täglich auf dieser Strecke. Die Fahrtzeit von Köln nach Paris verkürzte sich damit auf 3 Stunden 50 Minuten. Ende 2009 wurde hier neben der alten belgischen Strecke noch eine weitere Schnellfahrtstrecke eingeweiht, seitdem beträgt die Fahrtzeit von Köln nach Brüssel etwa 1 Stunde 50 und nach Paris nur noch 3 Stunden 14 Minuten – eine Geschwindigkeit, die wohl kein Auto schlagen kann.

LGV Sud-Est, LGV Rhône-Alpes und LGV Méditerranée

Die älteste Linie ist die LGV Sud-Est von Paris nach Lyon. Die 400 Kilometer lange Strecke wurde bereits 1983 eröffnet. Seitdem verkehren die TGV-Züge auf der Strecke Paris – Lyon in unter zwei Stunden. In den 1990ern wurde dieser Strecke mit der LGV Rhône-Alpes noch einmal erweitert, sodass man Lyon nun auch umfahren kann und über den Flughafen Lyon Saint-Exúpery nach Valence weiterfahren kann. Seit 2001 geht es von hier aus noch weiter über Les Angles bis nach Nimes, Avignon oder Marseilles.

LGV Atlantique

Die LGV Atlantique von Paris-Montparnasse nach Le Mans und Poitiers folgte 1990. Nach der Inbetriebnahme wurde auf dieser Strecke ein neuer Geschwindigkeitsrekord aufgestellt: ein TGV-Triebzug fuhr hier mit mehr als 515 km/h. Bis 2007 hatte dieser Rekord bestand, bevor er dann von einem anderen TGV auf der LGV Est européene gebrochen wurde.

LGV Nord

Die 333 Kilometer lange LGV Nord von Paris-Nord nach Calais ist wohl auch außerhalb von Frankreich eine der bekanntesten TGV-Strecken, da sie Paris über Lille und Calais mit London durch den Eurostar miteinander verbindet. Für Reisende aus dem Norden und der Mitte Deutschlands, die nach Lille oder Calais möchten, bietet sich jedoch auch Brüssel als Umsteigeort an, von wo aus ebenfalls eine Weiterreise auf der LGV Nord möglich ist.

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